Sunday, July 21, 2019
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Welche Shops bieten noch Gratis-Retouren an?

Ab diesem Monat müssen Online-Shopper das Porto für eventuelle Rücksendungen aus eigener Tasche zahlen. Welche Händler weiterhin kostenlose Retouren anbieten erfahren Sie hier.

Seit Juni 2014 dürfen Online-Händler die Kosten für die Rücksendung bestellter Ware immer auf den Kunden abwälzen – unabhängig vom Kaufpreis. Bisher galt das nur für Waren unter 40 Euro oder bei einem Kauf auf Rechnung. Die neue europäische Verbraucherrechterichtlinie (EU-Richtlinie 83/2011) trat am 13. Juni 2014 in Kraft.

Der rechtliche Hintergrund:
Wer gekaufte Artikel zurückgeben möchte, kann seinen Vertrag widerrufen. Ob der Rückversand selbst finanziert werden muss, hängt vom Vertrag und vom Kleingedruckten ab. Auch die Wortwahl ist entscheidend. Ist im Kleingedruckten von einem Widerrufsrecht die Rede, kann der Verkäufer dem Käufer die Kosten für die Rücksendung aufbrummen. Hat ein Händler jedoch ein falsches oder defektes Gerät geliefert, muss er das Rückporto übernehmen.

Ob ein Händler die Rücksendekosten künftig in Rechnung stellt, kann dieser selbst entscheiden. Die meisten großen Online-Shops haben jedoch schon im Vorfeld angekündigt, dass sie die Kosten für Rücksendungen bei Nichtgefallen weiterhin übernehmen um die Kunden an sich zu binden. Amazon, Deichmann, Douglas, Galeria Kaufhof, H&M, Otto Group, Tchibo und Zalando teilten bereits mit, dass die Rücksendungen grundsätzlich kostenlos bleiben.

Große Shops haben die Nase vorn
Die kostenfreie Rücksendung retournierter Artikel ist nun für viele Unternehmen ein Vorteil des Geschäftsmodells. Kunden der Shops der Otto Group bekommen beispielsweise mit der Bestellung zusätzlich ein Widerrufsformular und können die Ware auch ohne Begründung und 30 Tage lang zurückschicken. Zu diesen Otto-Shops zählen About you, Alba Moda, Baur, Bonprix, Heine, Mytoys, Otto, Sportscheck und Witt.

Die Übernahme der Rücksendekosten können sich jedoch nicht alle Online-Shops leisten. Besonders kleinere Shops planen, diese Kosten auf den Kunden umzuwälzen. Außerdem analysieren alle Shops in Zukunft noch genauer, welche Kunden zu viel zurücksenden ohne etwas zu kaufen. Diese Kunden werden dann gesondert behandelt (Stichwort: Retoursünder) und müssen damit rechnen, die Kosten dafür selbst zu übernehmen.

Wo sich das Einkaufen jetzt lohnt
Welchem Online-Shop man zum Einkaufen auswählen sollte hängt generell vom Vertrauen des Kunden in den jeweiligen Shop ab. Wo wurden gute Erfahrungen gemacht, wer hat das günstigste Angebot und wie finde ich mich in dem Shop zurecht. Hier muss jeder Käufer individuell für sich entscheiden, wo er zukünftig online shoppen möchte. Manchmal lohnt sich aber auch ein Blick in kleinere Shops, die mit speziellen Angeboten für Neukunden werben. Hier lassen sich dann trotz der möglichen Retourkosten auch noch Schnäppchen machen.