Wednesday, October 16, 2019
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Ständiger Wechsel von Tagesgeldkonten lohnt sich langfristig nicht

Sparen möchte jeder etwas. Und mit dem richtigen Angebot lässt sich viel Geld einsparen. Vom Tagesgeldkonto über das Aktiendepot bis hin zum Stromversorger lassen sich die Weichen für finanziellen Erfolg stellen. Viele Experten schwören hier auf die sogenannte Simplify-Strategie, die es dem Kunden so einfach wie möglich machen soll.

Die Simplify-Strategie sagt, dass man nicht ständig den günstigsten Energieversorger suchen oder beim  Ersparten von einer Bank zur anderen hüpfen sollte, um ein paar Cent zu sparen. So kann man ganz souverän finanzielle Weichen stellen, ohne vor lauter Entscheidungsstress unglücklich zu werden. Das Konzept heißt “Simplify your life”. Dieser Ratschlag ist heute passender denn je. Der Finanzexperte Udo Keßler hat die Simplify-Strategie für die liebste Geldanlage der Deutschen Anleger entwickelt: Das Tagesgeldkonto. Viele Banken zahlen am Anfang weit überdurchschnittliche Zinsen für diese Einlagen. Bei einigen Instituten wird der Zinssatz bei Bestandskunden dann etwas gesenkt. Banken kalkulieren hierbei durchaus mit ein, dass viele Neukunden das Geld schnell wieder abziehen. Der größere Teil bleibt jedoch Kunde. Daneben gibt es aber auch Institute, die ihren Stammkunden auf Tagesgeldkonten dauerhaft sehr hohe Zinsen bieten. Diese tauchen nicht zwangsläufig unter den führenden Geldhäusern in den Ranglisten auf, doch für die Verbraucher sind diese sehr zu empfehlen. Sparer, die in den vergangenen Jahren auf eines dieser nachhaltig erstklassigen Tagesgeldhäuser gesetzt haben, sind damit exzellent gefahren.

Fünf Bankinstitute mit überdurchschnittlichen Zinsen

Diese Erfolgsstrategie kann jeder Anleger leicht nachahmen. Man muss lediglich bei einer der Banken ein Tagesgeldkonto einrichten, die auch den Stammkunden dauerhaft mehr Zinsen vergüten als andere Geldhäuser. Das war beispielsweise in den vergangenen zwölf Jahren nur  bei fünf Häusern der Fall. Beispiele: Die 1822direkt, Frankfurter Sparkasse, ING-DiBa, Santander Consumer Bank, SKG Bank sowie die Volkswagen Bank direct. Alle hatten von 2002 bis 2013 ein Tagesgeldkonto im Angebot, das in jedem Jahr überdurchschnittlich hohe Zinsen ergab.

Einsparpotenziale bei Energieanbieterwechsel ebenfalls gering

Bei der Wahl des Energieversorgers fühlen sich viele Verbraucher immer noch überfordert. Die Märkte für Strom und Gas sind bereits seit Ende der 1990er-Jahre liberalisiert. Jedoch in der Praxis können die Bürger erst seit ein paar Jahren wirklich frei ihren Anbieter wechseln.

Wer sich nicht immer nur mit Neukundenbonus, Wechselprämien oder dem Kleingedruckten auseinander setzen möchte, wählt eine ähnliche Strategie wie beim Tagesgeld. Auch am Energiemarkt lassen sich bestimmte Unternehmen finden, die dauerhaft bessere Konditionen als der Durchschnitt haben. Nachhaltige Anbieter sind hier Verivox, Maingau, E wie einfach oder ExtraEnergie. Nichtsdestoweniger  empfiehlt es sich, jedes Jahr einen Blick auf die Marktkonditionen zu werfen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. Somit können Kosten erheblich gesenkt werden.