Tuesday, October 20, 2020
Startseite > Technik & Gadgets > iPhones der nächsten Generation erkennen Notfälle und Gewalt

iPhones der nächsten Generation erkennen Notfälle und Gewalt

Durch einen neuen Patentantrag von Apple könnten zukünftige iPhone-Modelle mit einem Sensor ausgerüstet sein, der Unfälle, Übergriffe und gesundheitliche Notfälle erkennen kann. Das Smartphone wird in einer bestimmten Situation dann selbstständig nach Hilfe rufen.

Wenn beispielsweise ältere Menschen allein leben, sind sie oft dem Risiko ausgesetzt, im Notfall nicht gehört zu werden. Sie können sich dann auch selten bemerkbar machen oder nach Hilfe rufen. Viele Unternehmen haben sich diesem Problem schon angenommen. Eine zufriedenstellende und zugleich kostengünstige Technik hat bislang auf sich warten lassen.

Es gibt im Leben Situationen, in denen man sich nicht bemerkbar machen oder nach Hilfe rufen kann, wenn man sie benötigt. Menschen aller Altersklassen sind hiervon betroffen. Für diesen Fall arbeitet Apple an einer Lösung, mithilfe des iPhones Gefahren zu erkennen und blitzschnell Hilfe anzufordern.

Das iPhone wertet hier alle Daten aus und bestimmt anhand einer Software, ob der Smartphone-Besitzer in ernsthaften Schwierigkeiten ist. Das funktioniert, wenn der Besitzer zum Beispiel hingefallen ist und sich längere Zeit nicht mehr bewegt. Diese neue Technik nutzt dabei auch andere Peripheriegeräte oder Messungen. Laute Geräusche, herausgerissene Kopfhörer oder bestimmte Ereignisse, die in gewissen Kombination andeuten könnten, dass dem Besitzer etwas zugestoßen ist, können zur Analyse herangezogen werden. Das Smartphone zeigt an, wenn es Rettungskräfte verständigt, SMS an vordefinierte Empfänger schicken oder vorgefertigte Anrufe tätigen soll. Diese automatische Alarmierungsfunktion kann natürlich durch die Eingabe eines Codes gestoppt werden.

Dieses Patent nennt sich “Mobile emergency attack and failsafe detection” und beschreibt Hardware- und Software-Implementierungen, die Smartphone nutzen können, um Notsituationen zu identifizieren. In diesem Fall ist es möglich, automatisch einen Notruf abzusetzen. Für diese neue Technik werden die Sensoren im Smartphone genutzt, um gewisse Notsituationen zu erkennen. Der Notruf wird dann automatisch abgesetzt. Mögliche Einsatzszenarien sind diesbezüglich Autounfälle, Überfälle oder medizinische Notfälle. Hierbei werden zusätzlich GPS-Daten genutzt, um den Ort zu aktualisieren.

Außerdem können zu alarmierende Rufnummern oder Personen auch von der Position des Users abhängig gemacht werden. Das erfordert eine moderne und angemessene Rechenpower, da vom System viele Parameter analysiert und miteinander kombiniert werden. Denkbare Messpunkte sind beispielsweise Bewegungen, Geräusche oder GPS-Daten. Gelangt das System zu der Überzeugung, dass eine Notsituation vorliegt, wird ein Warnungsmodus ausgelöst. Der Smartphonebesitzer hat dabei eine definierte Zeitspanne, um den Alarm doch noch zu verhindern. Ist diese Zeitspanne übertreten, alarmiert das System die hinterlegten Personen und Nummern.

Hinzu kommt die Möglichkeit, einen “Dead Man Switch” zu aktivieren. Hierbei muss der User einen bestimmten Knopf an seinem iPhone gedrückt halten (beispielsweise den Homebutton). LWird dieser Knopf dann losgelassen, wird der Alarm ausgelöst. Eine solche Tote-Mann-Schaltung soll es ermöglichen, die Alarmierung der Rettungskräfte auch in dem Fall auszulösen, wenn nicht mehr regelmäßig ein bestimmter Knopfdruck ausgeführt wird. Dazu lässt sich auch der Laustärkeregler verwenden. Solche Techniken sind dann besonders sinnvoll, wenn Menschen alleine leben oder in gefährlichen Gegenden unterwegs sind. Ein zusätzlicher Modus für diese Technik ist, dass der User in bestimmten Intervallen mit dem Smartphone interagieren muss. Tut er dies nicht, wird der Alarm ausgelöst. Es ist noch nicht sicher, wann Apple diese Technologie einsetzen wird. Das hängt von verschiedenen Genehmigungsverfahren sowie weiteren technischen Entwicklungen ab.