Sunday, May 19, 2019
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Die besten Steuertipps für Arbeitnehmer

Fahrtkosten, Arbeitszimmer oder eine Sprachreise lassen sich leicht von der Steuer absetzen. Erfahren Sie hier, was sich lohnt.

Möglichkeiten der Beantragung

Das Finanzamt erstattet durchschnittlich 823,00 Euro für jeden Arbeitnehmer. Viele holen sich Ihr Geld jedoch nicht zurück, weil sie keine Steuererklärung machen möchten und es als schwierig empfinden. Jedes Jahr schenken Steuerzahler dem Fiskus geschätzt eine halbe Milliarde Euro zu viel gezahlte Lohnsteuer. Es gibt diesbezüglich viele Wege, um an das zu viel entrichtete Geld beim Finanzamt zu kommen. Die meisten Arbeitnehmer wenden sich an einen Lohnsteuerhilfeverein.  Diese Institution berät in allen Fragen zur Einkommensteuer. Die Beiträge (Kosten) sind nach Einkommen gestaffelt. Für Geringverdiener ist diese Inanspruchnahme sehr günstig. Hier bekommt man zum Beispiel Hilfe zur Erstellung der Einkommensteuererklärung, zur Ausschöpfung von Zulagen und Förderungen und zur Antragstellung von Freibeträgen. Auch die Vorausberechnung der zu erwartenden Steuererstattung oder auch -nachzahlung, die Prüfung des Steuerbescheids oder die Vertretung vor den Finanzgerichten werden kostengünstig angeboten.

Weitere Infos: 

http://www.steuerverbund.de/nc/beratungsstellenleiter-in-suchen/?gclid=CJ7Ust-6-b0CFQEXwwodhScAig

Eine Alternative dazu ist der Steuerberater. Verrechnet man eingesparte Steuern mit den Steuerberaterkosten, so kann auch ein erheblicher finanzieller Vorteil übrigbleiben. Auf diese Weise  betrachtet, kosten Steuerberater möglicherweise nichts. Die Erstellung einer Rechnung sollte also immer fair für beide Seiten erfolgen, damit auch der Mandant möglichst schnell einen finanziellen Vorteil erzielt.

Wer seine Formulare gern selbst ausfüllt und sich ein wenig in der Antragstellung auskennt, kann seine Einkommensteuererklärung auch selber organisieren. Im Internet gibt es zahlreiche Online-Portale, die clever durch die Formulare führen und bei allen Zeilen die nötige Hilfestellung liefern.

Beispiele für kostenpflichtige Programme:

http://www.steuererklaerung-online.org/
https://www.steuerfuchs.de/home.php
http://www.steuer-online.de/

Elster ist dagegen ein kostenloses Portal, das von der deutschen Finanzverwaltung angeboten wird. Hiermit können Steuererklärungen online und papierlos an das zuständige Finanzamt übertragen werden. Steuererklärungen lassen sich damit leicht am eigenen PC erstellen. Elster verfügt über eine Steuerberechnung, nicht aber über steuerberatende Funktionen, die in diversen Online-Portalen angeboten werden. Eine Plausibilitätsprüfung für eine reibungslose Bearbeitung beim Finanzamt ist ebenfalls integriert. Ein Vorteil: Einkommensteuererklärungen die über Elster abgegeben werden, werden bevorzugt bearbeitet.

Weitere Tipps

Steuerzahlerfreundliche Urteile sorgen immer wieder für Furore. In Bezug auf die Pendlerpauschale, das Arbeitszimmer oder eine doppelte Haushaltsführung können Berufstätige und Jobsuchende viele Ausgaben als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Das lohnt sich jedoch nur, wenn der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr überschritten wird. Diese Hürde ist bei den meisten Steuerzahlern schnell überschritten, wenn zusätzlich auch berufliche Ausgaben für Fortbildung, Bewerbungen oder Dienstreisen geltend gemacht werden.

Anlage N der Erklärung muss grundsätzlich jeder abgeben, der Arbeitslohn, Versorgungsbezüge oder steuerfreie Lohnersatzleistungen wie Eltern- oder Mutterschaftsgeld erhalten hat. Mit Werbungskosten können zusätzlich Steuern gespart werden, sobald mehr als 920 Euro für den Beruf ausgegeben werden. Tipp: Selbst Arbeitslose können Ausgaben für den späteren Job (Bewerbungs- oder Fortbildungskosten) geltend machen.

Pendlerpauschale: Hier gilt die Pauschale von 30 Cent ab dem ersten Entfernungskilometer (Hin- und Rückweg) und unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel. Ausschlaggebend ist die Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage ohne Urlaubs- oder Krankheitstage. Das Finanzamt erkennt bei einer 5-Tage-Woche bis zu 230 Fahrten, bei einer 6-Tage-Woche bis zu 280 Fahrten an.

Seit 2008 beteiligt sich der Fiskus darüber hinaus wieder an Unfallkosten auf dem Weg zwischen Wohnung und Betrieb sowie auf dem Weg zur Zweitwohnung bei doppelter Haushaltsführung. Arbeitsmittel wären Fachliteratur, Bürobedarf und Büromöbel die mindestens zu 90 Prozent beruflich genutzt werden. Die Kosten für Computer und Zubehör dürfen auch bei höherer Privatnutzung abgesetzt werden. Wer ein Zimmer auch beruflich nutzt, sollte das auch mit angeben. Auch Aufwendungen für berufliche Fortbildungen, Umschulungen oder Zweitausbildungen werden als Werbungskosten anerkannt. Wer umzieht, kann unter Umständen die Ausgaben ansetzen. Aber nur wenn sich die Fahrtzeit um mindestens eine Stunde verkürzt. Auch der Nachhilfeunterricht für Kinder ist abziehbar.