Tuesday, November 19, 2019
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Bitcoins. Wir erklären den aktuellen Hype darum

Über Bitcoins spricht man derzeit an jeder Ecke. Aber was sind eigentlich Bitcoins und was kann man damit machen? Wir erklären’s Ihnen.

Virtuelle Währung von Person zu Person

Seit 2009 wurden Bitcoins als virtuelle Währung und länderübergreifendes Zahlungssystem von privater Hand eingeführt. Der Transfer der Beträge erfolgt direkt von Teilnehmer zu Teilnehmer (Peer-to-Peer). Dadurch werden die im herkömmlichen Bankverkehr üblichen Zwischenschritte aber auch die Finanzbehörden umgangen.

Immer häufiger ist von der digitalen Währung die Rede und viele Menschen wollen daran teilhaben. Aber was steckt eigentlich hinter dem virtuellen Geld und wie kommt man da ran? Der Bitcoin ist im Grunde eine digitale Währung, die aus der Hackerszene stammt. Seit 2009 ist diese im Umlauf. Bitcoins sind zudem virtuelle Geldeinheiten, deren Wert an keine andere Währung gekoppelt ist. Somit ist diese nicht von anderen Währungen abhängig, kann aber auf Handelsplattformen mit reellem Geld wie Euro oder Dollar gekauft werden. Die eigentliche Idee dahinter ist ein Zahlungsverkehr, der unabhängig von Regierungen und Banken abgewickelt werden kann.

Urheber des Konzepts ist Satoshi Nakamoto. Wer sich jedoch genau dahinter verbirgt, ist ein Mysterium.

Exponentieller Hype Ende 2011

Noch 2009 hatten Bitcoins kaum einen Wert. Drei Bitcoins waren für einen Euro-Cent zu haben. Ende 2011 waren diese schon deutlich teurer, aber mit 7 Euro pro Coin immer noch einigermaßen erschwinglich. Seit 2012 wurde diese Währung populär und seitdem steigt ihr Wert.

Die Digitalwährung Bitcoin erlebt derzeit einen erheblichen Boom. 2011 war eine Bitcoin noch fünf bis sechs Euro wert. Das stellt in Finanzkreisen schon eine Spitzenrendite dar.

Die einst von vielen belächelte Nerd- und Hacker-Währung konnte schon viele Leute reich machen. Ein Engländer zum Beispiel hat vor Monaten erst eine Festplatte weggeworfen, auf der seine digitale Geldbörse mit 7500 Bitcoin gespeichert war. Ein unachtsamer Moment mit verheerenden Folgen. Diesen Reichtum kann man sich gut ausmalen.

Manche Menschen haben es dagegen besser getroffen. So die Aktivisten von WikiLeaks zum Beispiel, die Spenden in Form von Bitcoins gesammelt haben. Auch Edward Snowden hat viele Bitcoins angesammelt. Viele aber dürften von ihrem plötzlichen Reichtum gar nichts wissen. Entweder wurde das Passwort vergessen oder der Wert ist gar nicht bekannt.

Limitierung der Bitcoins, um eine Inflation zu vermeiden

Ein vorher festgesetzter Plan ist, die Produktion 2033 bei 21 Millionen Bitcoins einzustellen. Zur Zeit sind rund zwölf Millionen im Umlauf. Eine gezielte Verknappung der Geldmenge ist vom früheren Goldstandard inspiriert und soll vor einer möglichen Inflation schützen.

Immer mehr Händler akzeptieren Bitcoins als Zahlungsmittel. Außerhalb des Netzes ist die Nutzung dieser besonderen Währung noch auf wenige Szene-Läden beschränkt. Um Bitcoins zu nutzen, muss eine Software runtergeladen und eingesetzt werden.