Tuesday, November 19, 2019
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Amazon bei Top Produkten immer noch am günstigsten

Die Preisoptimierung eines Webshops ist immer noch ein Wettbewerbsfaktor. Wer die günstigsten Angebote im Web bietet, kann die Gunst der Kunden zumeist für sich gewinnen. Doch nicht jeder Anbieter kann diesem Preiskampf die Stirn bieten.

Es darf geshoppt werden

Amazon Marketplace passt die Preise für die beliebtesten Markenprodukte am häufigsten an. Durch “Dynamic Pricing”, einer Methode, mit dessen Hilfe die Preise im Shop ständig an die der anderen Anbieter angepasst wird, kann Amazon nahezu immer den günstigsten Preis anbieten. Dadurch erreicht der Online-Marktplatz mit deutlichem Abstand die Preisführerschaft im Netz. Dieses Ergebnis berichtete der Preismonitor des ECC-Köln in Zusammenarbeit mit dem Tool-Anbieter PreisAnalytics. In die Untersuchung sind eingeflossen, welches die beliebtesten Markenprodukte im Online-Sektor sind, welche Händler die meisten dieser Produkte anbieten und welche Anbieter die günstigsten und zudem die dynamischsten Preise aufweisen. Testsieger Amazon bietet diesbezüglich insgesamt zwölf Prozent der Top-Online-Produkte zum Bestpreis an. Platz zwei belegte MeinPaket, obwohl dieser Shop von DHL seine Preise seltener als Amazon anpasst. Der Elektronik-Händler Jacob Elektronik konnte beispielsweise bei keinem Produkt den Bestpreis erzielen, obwohl durchschnittlich 15 Prozent der gelisteten Top-Online-Produkte täglich im Preis geändert wurden. Hier macht sich die Größe der Unternehmen und deren Marktmacht bezahlt. Amazon kann es sich leisten, auch mal zu günstigen Preisen zu verkaufen, da sie hohe Stückzahlen absetzen.

Die größte Auswahl an Top-Produkten weisen aktuell die Shops von Otto, Hertie und shoppingfever.de auf. Sie haben jedoch wenig Preisanpassungen im Programm. Aus diesem Grund können diese Portale auch nicht mit den günstigsten Angeboten in den Preissuchmaschinen mithalten – so wie Amazon es zum Beispiel kann.

Die Analyse wurde von Dezember 2017 bis März 2018 durchgeführt. Untersucht wurden die Online-Shops, die von den häufigsten gekauften Produkte aus den Branchen Consumer Electronics, Fashion & Accessoires, Wohnen & Einrichten sowie Körperpflege und Kosmetik am meisten im Angebot haben. Das sind Amazon, eBay, MeinPaket und Hitmeister, redcoon, Otto, Hertie, shoppingfever.de, Conrad und Jacob Elektronik.

Wie funktioniert die dynamische Preisanpassung?

Die Anpassung der Preise an aktuelle Marktbedingungen ist schon aus dem stationären Handel bekannt. Händler verlangen für einen Schirm bei einem Wolkenbruch oft ein paar Euro mehr als an einem trockenen Sommertag. Dynamic Pricing ist ein Instrument in der Preispolitik eines Unternehmens, das vor allem im Internet Anwendung findet. Im Gegensatz zu dem sonst üblichen festgelegten Preis verfolgt das Dynamic Pricing eine Preissetzung auf Basis des Wettbewerbsumfeldes. Auf diese Weise kann ein Shop seine Angebote zielgenau anpassen. Dank einer Software lassen sich im Vorfeld definierte Preisspannen automatisch und in Echtzeit anpassen. Für den Kunden bedeutet das, dass er bei Amazon beispielsweise nahezu immer den günstigsten Preis findet.

Doch Vorsicht. Verlassen sich die Kunden darauf, dass Amazon immer alles günstiger anbietet, als die meisten anderen Shops, schauen sie meist gar nicht mehr in die Angebote oder Preise der Konkurrenz. Hier ist Kontrolle gerade bei teuren Anschaffungen immer zu empfehlen.